Bienenfreundschaft - Wir können alle etwas dazu tun

 

News - aus Berichten und E-Mails - auch für Bienen sehr wichtig !

23.8.17     EU-Kommission weitet Prüfung der Monsanto-Übernahme aus: Die EU-Kommission hat gegen die Übernahme des Agrarkonzerns Monsanto durch Bayer Bedenken angemeldet und will ihre Prüfung ausweiten. Kommissarin Margrethe Vestager sieht den Wettbewerb in einigen Geschäftsfeldern gefährdet. "Wir müssen auf diesen Märkten einen wirksamen Wettbewerb sicherstellen." Sonst drohten höhere Preise, weniger Innovation und geringere Qualität, so Vestager.

spiegel.de



14.7.17    Umweltministerin Hendricks will Glyphosat verhindern:

Barbara Hendricks stemmt sich gegen den Vorschlag der EU-Kommission, den umstrittenen Unkrautvernichter für weitere zehn Jahre in Europa zuzulassen. Die Brüsseler Behörde ignoriere komplett die Schäden für die Tier- und Pflanzenwelt. Deshalb bleibe sie bei ihrem Nein, sagte die SPD-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Sie habe seit Beginn der Glyphosat-Debatte darauf hingewiesen, dass jede Neuregelung nachteilige Folgen für die biologische Vielfalt verhindern müsse. Leider gehe der neue Vorschlag der EU-Kommission darauf nicht ein.

Quelle: tagesschau.de


27.6.17 Kalifornien stuft Glyphosat als potenziell krebserregend ein

Kalifornien wird das Pestizid Glyphosat ab Juli als potenziell krebsauslösend einordnen. Damit geht der Streit um Gesundheitsgefahren in die nächste Etappe, Hersteller Monsanto hat bereits Widerspruch angekündigt. Der Saatgutkonzern Monsanto hat mit seinem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat einen Rückschlag in den USA erlitten. In Kalifornien teilte die zuständigeBehörde für Gesundheit und Umwelt am Montag mit, Glyphosat werde ab dem 7. Juli auf die Liste mit Chemikalien gesetzt, die krebserregend sein können.

Quelle: Spiegel Online


21.4.17 Pestizide und das Ende unserer Insekten - GEO-Magazin

In Gärten und auf Feldern vollzieht sich ein Massensterben: Die Bestäuber verenden, Bienen, Käfer und Schmetterlinge, auf die unsere Nahrungspflanzen angewiesen sind. Als Täter unter schwerem Verdacht: Pestizide namens Neonicotinoide. Warum wurden sie überhaupt zugelassen? Warum sind sie nicht längst verboten? Ein Bericht über die Mühen, Unheil zu verhindern.

Es gibt einen Ort, an dem das Drama greifbar wird. Ein dämmriger Raum im Vereinsheim der Krefelder Entomologen, es riecht muffig, nach vergilbten Büchern und Bohnerwachs. Auf einem langen Holztisch stehen zwei Behälter: ein großer Bottich und eine kleine Dose.

Entomologen sind Insektenkundler. Mitglieder des Krefelder Vereins erfassen seit über 100 Jahren die heimische Insektenwelt. Ihre Funde bewahren sie hinter Glas: Käfer mit Körpern wie Juwelen, mumiengleiche Puppen von Faltern, schimmernde Prachtlibellen. Doch was früher eine Inventur der Vielfalt war, hat sich in jüngster Gegenwart zu einer Bestandsaufnahme des Schreckens gewandelt.

Der Bottich enthält 1,4 Kilogramm tote Insektenmasse – die Ausbeute einer Falle, aufgestellt im Jahr 1989. In der kleinen Dose befindet sich der Inhalt einer Falle, errichtet am selben Ort, über denselben Zeitraum, jedoch zwei Jahrzehnte später: Sie enthält noch ganze 294,4 Gramm.

Das entspricht einem Rückgang von 80 Prozent. Verschwunden sind nicht einzelne Arten, sondern massenweise Fluginsekten. Hummeln, Wespen, Schmetterlinge, Nachtfalter, Schwebfliegen, Fliegen und Mücken, Käfer, Bienen, Libellen. "Klingt vielleicht irre", sagt der Insektenforscher Martin Sorg, "aber sie schmieren alle ab." Messfehler, so scheint es, sind ausgeschlossen.

Bericht  hier zu lesen : Quelle GEO Magazin


19.4.17 Leverkusen - Bayer hat für das Mittel Polyvar zur Bekämpfung der Varroa-Milbe die Zulassung erhalten. 

Imker hatten mit Chemiekonzernen bislang wenig am Hut. Machten sie doch Pflanzenschutzmittel für das Bienensterben mitverantwortlich. Genau aus dieser Ecke soll nun aber die Lösung gegen das Bienesterben kommen, denn Bayer hat eine Zulassung für ein Mittel gegen die Varroa-Milbe bekommen.

In jedem Jahr fallen der aus Asien eingeschleppten Varroa-Milbe (Varroa destructor) zahlreiche Bienenstöcke zum Opfer. In enger Abstimmung mit den Bienenforschern der Universität Halle haben Wissenschaftler von Bayer jetzt mit Polyvar ein Mittel entwickelt, das der Honigbiene Schutz vor dem gefährlichen Parasiten bieten soll. "Wir freuen uns, dass unsere langjährige Forschung jetzt den Imkern die Möglichkeit bietet, ihre Bienenvölker nachhaltig zu schützen", sagt Dr. Klemens Krieger, Parasitologe bei Bayer Animal Health.

Polyvar gewährleistet eine mehrwöchige Behandlungsdauer, indem das Mittel den Wirkstoff kontrolliert freisetzt. Der gelochte Kunststoffstreifen ist ein imprägnierter Wirkstoffträger, der am Eingang eines Bienenstocks befestigt wird. Jede Biene fliegt durch eine der Öffnungen, wobei sie dessen Rand streift und den Wirkstoff Flumethrin aufnimmt, der die Milbe tötet.

"Das Akarazid Flumethrin ist im Kunststoffstreifen eingebettet", erklärt Krieger. "Bleibt Wirkstoff an der Biene haften, wird automatisch neuer Wirkstoff aus dem Streifen nachgeliefert. So wird die volle Wirksamkeit der mehrwöchigen Behandlungsdauer gewährleistet." Unabhängige Testreihen belegen laut Bayer, dass keine Wirkstoffrückstände im Honig zurückbleiben. Den Imkern wird empfohlen, Polyvar rechtzeitig zum Ende der Blütezeit im Spätsommer einzusetzen, um ihre Völker zu schützen.

Quelle: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt

11.4.17  Keine Rundfunkbeitragspflicht für Freizeitimker 

Derzeit gibt es wieder Hinweise darauf, dass die Imkervereine vermehrt durch die GEZ (Gebühreneinzugszentrale) betreffend der Rundfunkbeitragspflicht angeschrieben werden. 

In einem Schreiben des Beitragsservice von ARD/ZDF Deutschlandradio heißt es dazu: „Nach § 5 Abs. 5 Nr. 1 bis 3 des Rundfunkbeitragsstaatsvertrag (RBStV) besteht für bestimmte Betriebsstätten Beitragsfreiheit. Kein Rundfunkbeitrag ist nach § 5 Abs. 5 Nr. 2 RBStV zu entrichten für Betriebsstätten, in denen kein eingerichteter Arbeitsplatz vorhanden ist. Sind in der Betriebsstätte ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter tätig, besteht kein eingerichteter Arbeitsplatz.“ 

 

Dies trifft auf Imkervereine zu. Deshalb sollten Betroffene auf diese Rechtslage verweisen.“ Kontakt: Petra Friedrich, dib.presse@t-online.de, Tel. 0228/9329218 o. 0163/2732547 

Quelle: www.deutscherimkerbund.de

 

3.4.17 Glyphosat in den USA vor Gericht:


In den USA steht Glyphosat-Hersteller Monsanto derzeit vor Gericht. 15 Verfahren von 60 Klägern aus mehreren US-Bundesstaaten wurden zusammengefasst und werden jetzt vor einem Gericht in Kalifornien verhandelt. Am Non-Hodgkin-Lymphom Erkrankte oder ihre Hinterbliebenen machen die Monsanto-Produkte Glyphosat und Roundup für die schwere Erkrankung des Lymphsystems verantwortlich. Grundlage ist ein Urteil der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC). Im Verfahren wurden firmeninterne Emails publik, die es in sich haben. Sie legen nahe: der Konzern hat die wissenschaftliche Einschätzung der Unkrautvernichtungsmittel beeinflusst.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaftsnews

sueddeutsche.de

29.3.17 Internationale Bienenkonferenz Berlin - gesteuert von der Chemie Lobby?

Dee Lusby wurde von Prof. Dr. med. Klaus-Werner Wenzel über sehr eigenartige Sachverhalte bei der Bienenkonferenz in Berlin vom 28. - 29.3.17 informiert.

da heisst es übersetzt:

Vorsicht bei dieser Bienenkonferenz - Offensichtlich ist diese Konferenz durch die agrochemische Lobby organisiert worden, um Einfluß zu nehmen auf die Ministerien, die Regierung, die EFSA, die Öffentlichkeit und als Hauptziel die "einfachen" Imker.

"Der Aufbau der Konferenz wurde so gewählt, dass man die Pestizide als möglichen Grund der Bienenverluste ausschließen kann, oder zumindest werden die Probleme herunter gespielt. 

Die neue Message heisst: Krankheiten, fehlendes Trachtangebot und der Klimawandel sind die Schuldigen, aber nicht die Pestizide." 

im folgenden werden die Sprecher analysiert, indem ihre Abhängigkeit und Verwandtschaft mit der Chemielobby dargelegt wird.


https://www.resistantbees.com/forum/viewtopic.php?f=17&t=1381


29.3.17 Bienenkonferenz in Berlin: Berichte über das Bienensterben verunsichern regelmäßig Konsumenten und vor allem Landwirte. Seit Dienstag tagen rund 500 Bienen-Experten in Berlin auf der Internationalen Bienenkonferenz. Im Fokus stehen Themen wie Bienengesundheit, Bienenernährung, Biodiversität sowie Herausforderungen durch den Klimawandel. Die Konferenz findet zum ersten Mal in einem internationalen Rahmen statt und unterstreicht damit die Wichtigkeit des Themas und den zunehmenden Handlungsbedarf seitens der Politik.
tagesspiegel.de

25.3.17   Warum ihr jeden Tag ein Glas Wasser mit Honig trinken solltet

Wasser ist gut für den Körper, das steht fest. Immerhin bestehen wir zu 80 Prozent aus Wasser. Es transportiert Sauerstoff und bringt lebenswichtige Nährstoffe an seinen Wirkungsort. Damit es uns also gut geht, müssen wir viel trinken.

Wasser an sich ist schon richtig gut, aber gibt es einen Weg das geschmacklose Getränk aufzupeppen und gleichzeitig noch gesünder zu machen? Ja. Dafür reicht sogar schon ein bisschen Honig.


Honig? Der schmeckt zwar unglaublich süß, kann dem Körper aber zu mehr Gesundheit verhelfen. Nur ein Glas warmes Wasser mit Honig am Tag hilft dir, länger und gesünder zu leben. Hier sind acht Gründe, warum ab sofort in einem Glas Wasser am Tag auch Honig sein sollte:

1. Du bekommst bessere Haut

Honig ist ein natürlicher Antioxidans, der deinen Körper von innen heraus reinigt. Er öffnet deine Poren und ist extrem feuchtigkeitsspendend. Außerdem ist Honig antibakteriell und dadurch verhindert er die Bildung von Akne, beziehungsweise begünstigt er die Behandlung.

2. Dein Immunsystem wird gestärkt

Für das optimale Ergebnis ist es wichtig, Bio-Honig zu kaufen, am Besten beim Imker deines Vertrauens. Der ist nämlich nicht unnötig behandelt und noch voller Enzyme, Vitamine und Mineralien. Die können dich gut vor den gefährlichen Bakterien schützen.

                       

3. Die Waage wird es dir danken

Der süße Geschmack des Honigs ist zwar Zucker, aber nicht der schlechte, weiße Zucker. Honig ist ein natürliches Süßungsmittel das dich dazu bringt, den ganzen Tag auf andere Süßigkeiten zu verzichten. Du hast schlichtweg keine Lust mehr darauf. Das bedeutet etwa 64 Prozent weniger Kalorien auf den Tag verteilt.

4. Du wirst weniger Halsschmerzen haben

Der Grund, warum viele im Winter Tee mit Honig trinken ist, dass er dabei hilft, Halsschmerzen zu lindern. Außerdem wärmt er dich. Zudem ist Honig ein natürliches Heilmittel gegen Infektionen im Atemwegssystem.

5. Du wirst entgiftet

Wasser mit Honig hilft, den Körper zu entgiften. Da hilft alles zusammen: Antioxidantien, Fructose, Glucose und viele mehr. Ein kleines bisschen Zitrone mit ins Getränk steigert die  Ausscheidung der Gifte zusätzlich.

6. Dein Blutzuckerwert wird sich regulieren

Eine Kombination aus Fructose und Glucose hilft dem Körper den Blutzucker auszugleichen. Dank des guten, natürlichen Zuckers ist das möglich. Und der Honig senkt den Cholesterinspiegel: Der Oxidationsprozess von schlechtem Cholesterin wird verlangsamt.

7. Deine Blähungen werden weniger


Du fühlst dich aufgebläht? Du hast Angst, dass mitten in der U-Bahn plötzlich ein übelriechendes Lüftchen aus deiner Richtung kommt? Dann hast du wohl noch kein Glas Wasser mit etwas Honig getrunken. Das würde deine Gase nämlich neutralisieren.

8. Du schützt dich vor Herzkrankheiten

Dafür sind vor allem die Flavonoide zuständig. Das sind zum Beispiel Blütenfarbstoffe, das findet man zum Beispiel auch in Äpfeln. Also: „One honeywater a day keeps the doctor away“ (Ein Honigwasser pro Tag hält dir den Arzt vom Leib)


Quelle: The Huffington Post



24.3.17 Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft 

Monsanto und andere Hersteller des Ackergifts Glyphosat haben die wissen­schaftlichen Be­le­ge für die Gesundheitsge­fahren durch das Pestizid seit Jahren vertuscht. Der BUND hat, gemeinsam mit der Europäischen Bür­ger­initiative (EBI) "Stop Glyphosat" dazu eine Studie unter dem Titel "Gekaufte Wis­sen­schaft" vorgelegt. 

Die Chemiekonzerne haben eine Serie von Un­ter­su­chungen finanziert, die in Wis­sen­schafts-Magazinen in der Zeit zwischen 2012 und 2016 erschienen sind. Sie alle kommen zu dem Schluss, dass Glypho­sat keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Doch diese Un­ter­su­chun­gen weisen zahlreiche Mängel auf. Dabei geht es von der bewussten Vermischung von Ergebnis­sen bis hin zur massive Verletzung der OECD-Richtlinien für die Aus­wer­tung von Krebs-Studien bei Nagetieren. Mehrere Behörden haben die Bewertung der industriefinanzierten Studien unkritisch übernommen

Das Problem mit diesen Industrie-Studien ist, dass sie von Behörden genutzt wurden, um über die Zulassung des Ackergifts zu urteilen – erst letzte Woche die Europäische Chemikalienagentur ECHA. Denn obwohl sie dem Verbraucher*innen- und Umweltschutz verpflichtet sind, lassen die Zulassungsbehörden jede kritische Distanz vermissen. Sie handeln wie Dienstleister der Pestizidhersteller. Das Ziel der Hersteller, Wirkstoffe auf den Markt zu bringen und Gewinne zu maximieren, verzerrt deren Beurteilungen.

Ein Beispiel: Nachdem die Krebsforschungsagentur IARC in vier Hersteller-Studien "ausreichende Beweise für eine krebserregende Wirkung" von Glyphosat fand, in denen zuvor das BfR keine Hinweise für eine Krebswirkung erkennen konnte, erhielt das BfR den Auftrag, die Bewertungen der IARC zu evaluieren. In der Folge musste das BfR die von der IARC festgestellten statistisch signifikanten Tumorbefunde in allen vier Studien bestätigen. Auch in den übrigen drei Mausstudien der Hersteller musste die Behörde statistisch signifikante und dosisabhängige Zunahmen von Tumoren zugeben, die sie vorher anscheinend "übersehen" hatte. Die Behörde räumte ein, sie habe "ursprünglich auf die statistischen Auswertungen vertraut, die mit den Studien der Hersteller mitgeliefert wurden".

Mehr als 500.000 Menschen aus ganz Europa haben sich der Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat angeschlossen und fordern ein Glyphosat-Verbot sowie eine Reform der Pestizidzulassungsverfahren.

ZUR EBI GEGEN GLYPHOSAT 

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Pestizid. Es gibt seit Jahren heftige Debatten um die mögliche Krebsgefahr durch Glyphosat und um die Unabhängigkeit von Wissenschaftlern. Im März 2015 hatte die Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation auf die Krebsgefahr durch Glyphosat hingewiesen und das Gift als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" klassifiziert.

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Quelle: Bund 


17.03.17  ECHA verkündet immer wieder....

(16. März 2017) Gestern hat die Europäische Chemikalienagentur ihre Bewertung von Glyphosat verkündet: sie hält den Unkrautvernichter für nicht krebserregend. Damit steht die ECHA im Widerspruch zur Internationalen Krebsforschungsagentur, die Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen" einstuft.

Provisorische Verlängerung der Glyphosat-Zulassung

Pestizidwirkstoffe werden in der EU immer nur für einen bestimmten Zeitraum genehmigt. Danach muss die Sicherheit neu bewertet werden, falls die Hersteller den Stoff weiter anbieten wollen.

Letztes Jahr wäre die europäische Zulassung für Glyphosat - das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtsungsmittel - ausgelaufen. Auf Antrag der Hersteller wollte die EU-Kommission den Unkrautvernichter für weitere 15 Jahre zulassen. Als auch nach einer vierten Abstimmung keine ausreichende Mehrheit der EU-Staaten für eine Verlängerung zustande gekommen war, verlängerte die EU-Kommission die Genehmigung provisorisch um 18 Monate bis Dezember 2017.

Bis dahin sollte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine neue Einschätzung vornehmen, auf deren Basis dann über eine Neuzulassung von Glyphosat entschieden werden soll. Eigentlich wurde das Ergebnis erst für den Sommer erwartet, doch nun hat die ECHA bereits gestern ihre Einschätzung bekannt geben: Sie hält Glyphosat für nicht krebserregend.

Krebsrisiko ignoriert

Die ECHA widerspricht mit ihrer Einschätzung der internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) und folgt der Bewertung durch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA).

Die ECHA beruft sich dabei - wie die anderen Behörden auch - auf Studien die von der Industrie durchgeführt wurden und die nicht öffentlich zugänglich sind. Somit können sie nicht von unabhängigen WissenschaftlerInnen überprüft werden.

Dagegen gibt es zahlreiche öffentliche Studien, die auf das Krebsrisiko sowie die fortpflanzungs- und erbgutschädigende Wirkung von Glyphosat hinweisen. Das ist besorgniserregend, denn Glyphosat wird regelmäßig in Nahrungsmitteln, der Umwelt und sogar im Menschen selbst nachgewiesen. Das Umweltbundesamt warnt außerdem vor gravierenden Auswirkungen auf die Artenvielfalt.

Hat Monsanto Glyphosat-Studien beeinflusst?

Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung der ECHA-Einschätzung wurde bekannt, dass der Pestizidkonzern Monsanto, der Glyphosat erfunden hat, an vermeintlich unabhängigen Studien über den Unkrautvernichter maßgeblich beteiligt war. Das geht aus öffentlich gewordenen unternehmensinternen Emails hervor, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Monsanto hat demnach sowohl auf WissenschaftlerInnen als auch auf die amerikanische Umwelthörde EPA eingewirkt. Außerdem soll der Konzern eine eigenständige Untersuchung von Glyphosat durch das amerikanische Gesundheitsministerium verhindert haben.

Die Dokumente wurden während eines Gerichsverfahrens in Kalifornien auf Anweisung des Richters öffentlich, in dem Krebsopfer gegen Monsanto klagen. Die Betroffenen leiden am Non-Hodgkin-Lymphom, einer bösartigen Erkrankung des Lymphsystems, für das sie Glyphosat verantwortlich machen. Auch auf einen Zusammenhang von der Entstehung von Non-Hodgkin-Lymphomen und Glyphosat weisen zahlreiche Studien hin.

Wie geht es jetzt weiter?

Nach einer redaktionellen Kontrolle übergibt die ECHA ihre Bewertung an die EU-Kommission. Diese erklärte, sie habe die Bewertung zur Kenntnis genommen. Die Diskussionen mit den EU-Mitgliedstaaten sollen nach Eingang der endgültigen Version wiederaufgenommen werden. Ein Sprecher der Kommission teilte mit, dass die Einschätzung der Chemikalienagentur vor der Sommerpause erwartet werde.

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat

Zahlreiche Studien liefern Belege für die Gefährlichkeit von Glyphosat für Mensch und Umwelt. Deshalb muss der Stoff aus dem Verkehr gezogen werden. Unveröffentlichte Industrie-Studien dürfen nicht länger als Grundlage für eine Bewertung des gesundheitlichen Risikos dienen.

Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen haben wir eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) gestartet, mit der wir ein EU-weites Glyphosat-Verbot und den Schutz der Menschen und der Umwelt vor giftigen Pestiziden fordern. Mit mindestens einer Million Stimmen aus ganz Europa wollen wir der EU-Kommission zeigen, dass die Mehrheit der Europäerinnen und Europäer kein Glyphosat auf ihren Feldern und Tellern will! Außerdem fordern wir Veränderungen im wissenschaftlichen Beurteilungsprozess der EU von Pestiziden sowie EU-weite, obligatorische Reduktionsziele für den Gebrauch von Pestiziden.

Beteiligen Sie sich jetzt an der Europäischen Bürgerinitiative! 

Quelle: Rundbrief vom Umweltinstitut München http://www.umweltinstitut.org



23.02.17 Wollen die doch direkt vor meinen Bienen die Eierfabriken bauen

Promis unterstützen BI "Contra Eierfabrik"

Zehlendorf (OGA) Der niedersächsische Landwirt Josef Vortallen hat die Anträge zur Genehmigung für zwei Legehennenanlagen in Zehlendorf eingereicht. Die Bürgerinitiative "Contra Eierfabrik Oranienburg" erhält unterdessen prominente Unterstützung.

Schauspieler Ben Becker will die Bürgerinitiative ebenso unterstützen wie Starköchin Sarah Wiener.

Zwei identische Ställe für jeweils 21 000 Hühner will Josef Vortallen in Zehlendorf errichten. Dazu hat er über seine Firmen "Vortallen Legehennenbetrieb" und "Zehlendorfer Bio Ei GmbH" am Anfang des Monats die notwendigen Anträge für die immissionsschutzrechtliche Prüfung beim Landesamt für Umwelt gestellt. Nun werde ein Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz eingeleitet, teilte das Amt auf Anfrage mit. Nach der Prüfung der Unterlagen komme es zur Beteiligung der Öffentlichkeit. "Hierzu müssen regelmäßig auch die Fachbehörden beteiligt werden", sagte Annett Rohde vom Landesamt.

Sollte das Vorhaben die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erhalten, will Vortallen gemeinsam mit dem Betreiber des Oberhavel Bauernmarkts, Jan Henrik Roest, eine identische Doppelanlage mit weiteren 42 000 Legehennen zur Produktion von Bio-Eiern bei Schmachtenhagen realisieren. Die Eier aus den Anlagen sollen gemeinsam vermarktet werden.

Die Bürgerinitiative "Contra Eierfabrik Oranienburg" (BI) erhält derweil prominente Unterstützung. Die Fernsehköchin Sarah Wiener spricht sich gegen die geplanten Anlagen aus und bezeichnet diese als "industrielle Tierfabriken". "Was wir brauchen, ist eine zukunftsfähige Landwirtschaft", sagte Wiener.

Der Schauspieler Ben Becker, dessen Pferd auf dem Goldnebelhof in Zehlendorf steht, will in Oranienburg eine Lesung abhalten, deren Erlös der BI zufließen soll. "Wir brauchen Geld für die kommenden juristischen Auseinandersetzungen", sagte BI-Sprecherin Heike Bartel. Die BI will gegen die Errichtung der Stallanlagen klagen. Sie plane daher unter anderem ein Osterfeuer, eine Tombola zum Zehlendorfer Dorffest und eine Beteiligung am Oranienburger Drachenbootrennen, so Bartel.

MOZ Märkische Online Zeitung


14.10.16 Biomimikry - was Unternehmen vom Schwarm lernen können: Durch aufwendige Erhebungen generieren die Wissenschaftler große Datensätze über das Verhalten der Tiere. Die genaue Analyse ist wichtig für Biomimikry. Denn durch sie lassen sich Mechanismen der Natur auf Unternehmen, Organisationen und andere menschengeschaffene Systeme übertragen. Die Schwarmdaten sollen dazu dienen, den Verkehr der Zukunft zu organisieren – wenn Autos autonom fahren und nicht mehr mit Benzin. "Das Problem ist, dass Elektroautos heute über Nacht aufgeladen werden müssen, dafür fehlt oft Zeit", sagt Forscher Tim Landgraf von der FU-Berlin. Irgendwann sollen sich Fahrzeuge deshalb verhalten wie Bienen: "Die Autos werden sich dann während der Fahrt im Schwarm aufladen."

tagesspiegel.de

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaftsnews

15.9.16 Monsanto-Übernahme ist perfekt: Traurige Nachricht für die Bienen!

Die Milliardenübernahme des US-Biotechnologiekonzerns Monsanto durch Bayer ist perfekt. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte das Angebot für Monsanto zuvor noch einmal erhöht. Vorausgegangen war ein monatelanges Ringen der beiden Konzerne. Bayer und Monsanto unterzeichneten eine bindende Fusionsvereinbarung, die Bayer die Übernahme von Monsanto für 128 US-Dollar je Aktie in bar ermöglicht. Das entspricht einem Kaufpreis von rund 66 Milliarden Dollar. Der Monsanto-Deal ist die bislang größte Übernahme durch einen deutschen Konzern und macht Bayer zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Agrarchemie.
tagesspiegel.de, faz.net, handelsblatt.com


Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaftsnews



14.9.16 Ende im Monsanto-Poker?:

Für die Aufsichtsräte von Bayer geht es am Mittwoch um eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte des Leverkusener Konzerns. Sie beraten über die Übernahme von Monsanto. 65 Milliarden Dollar bietet Bayer bereits, am Ende könnten es noch mehr sein. Eine Einigung ist greifbar nahe. Die beiden Konzerne wollten sich bei einem Preis von rund 129 Dollar je Monsanto-Aktie einigen, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Bayer-Konzerns.
handelsblatt.com


Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaftsnews


27.8.16 Hungrige Vielflieger -
Hummeln sind empfindliche Umwelt-Indikatoren:

Der Neurobiologe Randolf Menzel hält ein detailreiches Datenmaterial für unabdingbar: "Je mehr Informationen wir haben, umso besser können wir die Hummeln schützen."

Interview vom 18.7.16 3sat.online - Mediathek


20.7.16 Monsanto lehnt erhöhte Bayer-Offerte ab:

Bayer bietet Monsanto 125 statt 122 Dollar pro Aktie, um den Saatgutriesen zu übernehmen. Der US-Saatgutriese Monsanto gibt sich mit der aufgestockten Übernahmeofferte von Bayer noch nicht zufrieden. Das Angebot sei "finanziell unangemessen" und reiche noch nicht aus, um die Aktionäre zur Annahme zu bewegen, erklärte Monsanto. Bayer hält trotz der erneuten Zurückweisung durch den US-Saatgutriesen an seiner Übernahmeofferte fest.
wiwo.detagesspiegel.defaz.net


Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaftsnews


15.7.16  Monsanto buhlt um BASF, Bayer buhlt um Monsanto:

Der von Bayer umworbene US-Saatgutspezialist Monsanto soll Gespräche mit BASF über eine Kombination der jeweiligen Agrochemie-Sparten wieder aufgenommen haben. Die Amerikaner prüften verschiedene Transaktionen einschließlich der Übernahme des BASF-Geschäfts mit Lösungen für die Agrarwirtschaft, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Bayer legt im Ringen um den US-Saatgutriesen Monsanto nach. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern bietet nun 64 Milliarden Dollar und will die Amerikaner damit zum Einlenken bewegen.
tagesspiegel.de, faz.net (BASF), handelsblatt.com, spiegel.de (Bayer)

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaftsnews


30.6.16 Monsantos Gewinn bricht ein:

Nach der Ablehnung der 62 Milliarden Dollar schweren Übernahmeofferte von Bayer zeigt sich Monsanto weiter offen für Gespräche mit dem Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern. Zugleich spreche Monsanto aber auch mit anderen über alternative strategische Möglichkeiten. Die Quartalszahlen von Monsanto dürften den Amerikanern nicht bei ihren Forderungen nach einer höheren Offerte helfen. Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres brach der Nettogewinn des Saatgutriesen um 37 Prozent auf 717 Millionen Dollar ein.
faz.net, handelsblatt.com

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaftsnews

22.6.16 Heute macht mich der geplante Bau einer  Legehennenfabrik(en) vor unserem Haus zu schaffen. Eine Mail an die "Grünen" im Brandenburger Parlament soll Beruhigung für uns sorgen:

Liebe Grüne und Bündnis Politiker in Brandenburg,
als direkt Betroffener möchte ich mich bei Ihnen persönlich für die Nöte und Sorgen der Anwohner in den oben genannten Ortschaften melden.
Seit einigen Tagen werden wir in den örtlichen Nachrichten des Oranienburger Generalanzeigers über die Planungen von 4 Legehennenmastbetrieben in den obigen Ortschaften mächtig aufgeschreckt und durch einander gewirbelt.

Der Ärger der Bewohner richtet sich in erster Linie an die -2- Investoren des Schmachtenhagener Bauernmarktes, die aus dem Emsland und aus Holland kommen. Bemerkenswerter weise sind die Investoren nicht aus dieser Region, das spricht alleine schon für viele Ungereimtheiten, die von uns Bürger nicht hingenommen werden will. In Holland sind derartige Anlagen z.B. nach meinem Kenntnisstand wegen der dortigen Wasserschutzverordnungen nicht erlaubt, aber wohl bei uns ?

Zum anderen richtet sich die massive Kritik, die in der Bevölkerung fast ausnahmslos einstimmig ist, gegen die Politiker. Hier sind wohl ein Ortsvorsteher Mücke in Zehlendorf zu nennen, der eine sehr umstrittene zweigleisige Position inne hat. Zum anderen die Landespolitik, die wohl nach unserer Ansicht bis heute mächtig schläft und uns alleine lässt.

ich habe mich entschieden Ihre Partei von diesen vielen Ungereimtheiten zu Informieren, da sie in den letzten Tagen wohl in Ihrem Parteiprogramm den Kampf gegen Massentierhaltung aufgenommen hatten. Ein sehr lobenswerter Grundsatz der heutigen Politik. Wo bleiben da die anderen Parteien ?

Ich selbst bin waschechter Berliner und mit meiner Familie nach der Wende nach Wensickendorf gezogen. Hier haben wir uns ein Paradies aufgebaut, zudem auch seit Mai 2015 meine Bienen gehören. Ich habe mit diesen sehr friedfertigen Tieren noch sehr viel vor, zur Zeit habe ich ca. 250.000 fleissige Bienen, die für Bestäubung in Wensickendorf und Umgebung innerhalb eines 3,5 Kilometerradius sorgen. Unsere Bienen fliegen nicht nur zu den Nektar -und Pollenplätzen, sondern auch zu den Wasserstellen. Auskundschafterinnen sorgen jeweils dafür, wo es was gibt. Nun sollen diese halbe Million Legehennen in -4- Stallungen á 20 x 100 Meter untergebracht werden. Auch diese Tiere brauchen Wasser. Es ist nicht auszuschließen, dass unsere Bienen diese Wasserstellen entdecken, doch da wären sie dem Fresstrieb der Legehennen schutzlos ausgesetzt. Ich sage dem natürlichen Umgang mit solchen Situationen mit den Gänsen und Hühnern unserer Nachbarn ist kein Problem, da es sich hierbei um Mengen handelt, die den ökologischen Naturverlauf in einem vernünftigen Verhältnis gegenüber steht. ca. 250 Bienen sterben an den Wassertränken meiner Nachbarn und Meine Königinnen (ich habe mehre davon) legen pro Tag bis zu 10.000 Stifte/Eier, sodass jeden Tag die gleiche Menge Bienen schlüpfen wird. Wie das aber bei 500.000 Legehennen sein wird, macht mich sehr unruhig.

Ich bitte Sie von den Ängsten der Bürger obiger Ortschaften Kenntnis zu nehmen. Wir sind dabei eine Initiativ zu gründen, doch möchten ich diesmal hierzu Ihre Partei als Partner mit dabei haben, denn gemeinsam sind wir stark!

Bei mir im Garten summt es ganz kräftig,
in diesem Sinne


Mit freundlichen Grüßen

Peter-Michael Thiemer


18.6.16 Heute erhielt ich folgende Email von Campact:

Lieber Peter Thiemer,

ein toller Erfolg im Kampf gegen das Bienensterben: Wenn die Landwirt/innen nach dem Sommer ihr Wintergetreide aussäen, dürfen sie dabei keine gefährlichen Neonikotinoide auf die Äcker bringen. Denn die Pestizide, die für Bienen tödlich sind, bleiben verboten – auch dank Ihres Engagements. Haben Sie herzlichen Dank für Ihren Einsatz!

Eigentlich wollte Agrarminister Christian Schmidt (CSU) die Neonikotinoide, die er im vergangenen Jahr noch verboten hatte, teilweise wieder erlauben. Doch innerhalb von wenigen Tagen unterzeichneten Sie und mehr als 470.000 weitere Campact-Unterstützer/innen den Appell für die Bienen. Mit ihren Spenden finanzierten sie Anzeigen in drei wichtigen Zeitungen in Schmidts politischer Heimat Bayern. So machten wir unseren Appell, den wir zusammen mit dem Imkerbund DBIB gestartet hatten, unter CSU-Wähler/innen bekannt.

Die Kritik saß: CSU-Minister Schmidt scheut das Image als Bienenfeind – und hat seine Verordnung nun still und heimlich entschärft. Mit Neonikotinoiden behandeltes Wintergetreide will er langfristig verbieten. Aus dem Landwirtschaftsministerium war zu hören, dass auch unser Protest diesen Kurswechsel angestoßen hat.

Das ist eine bittere Niederlage für die Lobbyisten der Chemiekonzerne. Sie hatten gehofft, mit ersten Ausnahmen vom Verbot bald wieder gute Geschäfte mit den Pestiziden machen zu können. Doch diesen Coup konnten wir zusammen verhindern. Ein Erfolg, der zeigt, was wir Bürger/innen gemeinsam erreichen können.

Als Bürgerbewegung hat Campact sich inzwischen den Ruf erarbeitet, besonders hartnäckig für progressive Politik einzutreten. Politiker/innen wissen: Campact-Aktive kommen wieder – bei Aktionstagen, auf Demos oder sie wenden sich mit Telefon-Aktionen direkt an die Entscheidungsträger/innen. Deswegen reicht, wie in diesem Fall auch, manchmal schon ein veröffentlichter Appell, um einen Erfolg zu erzielen.

Diese Hartnäckigkeit ermöglichen zehntausende Bürger/innen, die Campact regelmäßig mit ihren Beiträgen unterstützen und so unsere finanzielle Unabhängigkeit als Bürgerbewegung sichern. Mit dauerhaftem Protest und wirkungsvollen Aktionen am Thema dranbleiben und am Ende progressive Politik durchsetzen – das schaffen wir nur dank der Campact-Förderer/innen.


15.6.16     Das ENDE von Monsanto?! von AVAAZER erhielt ich heute folgende Mail, die ich Euch/Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Liebe Avaazerinnen und Avaazer,

ich kann es selbst kaum glauben. In wenigen Monaten könnte Europa tatsächlich das Pflanzengift verbieten, auf dem das gesamte Geschäftsmodell von Monsanto basiert!

Glyphosat vernichtet *alles* — mit Ausnahme von Monsantos gentechnisch veränderten Pflanzen. So verwandelt es unseren Planeten in ein ökologisches Brachland, auf dem nur noch Gen-Pflanzen gedeihen können. Es ist apokalyptisch.

Schlimmer noch: Der Einsatz von Glyphosat steigt rasant. Bei 90 Prozent von uns wurde es im Körper gefunden und laut einer neuen Studie verursacht es wahrscheinlich Krebs!

Im Einsatz gegen die Neuzulassung von Glyphosat in Europa haben wir letzte Woche einen großen Erfolg erzielt. Alle sagten uns, es sei unmöglich — doch wir haben das Blatt gewendet! Der führende EU-Politiker Pavel Poc sagte: „Avaaz ist zweifelsohne die treibende Kraft beim Thema Glyphosat.“

Die EU entscheidet in den kommenden Monaten über das Verbot. Dies ist der kritische Moment – wenn 40.000 von uns in den nächsten 24 Stunden dazu beisteuern, können wir einen Plan in die Wege leiten, um unabhängige Forschung zu finanzieren, den Druck auf Entscheidungsträger aufrechtzuerhalten und einen Erfolg in Europa einzufahren, der weltweite Kreise zieht.

 Unser Planet ist ein unglaublich sensibles und verflochtenes Ökosystem, das Monsanto mit seinem Landwirtschaftsmodell zu verwüsten droht. Wissenschaftlern zufolge steuern wir wahrscheinlich geradewegs auf sogenannte "Kipppunkte" in unserer Biodiversität zu, an denen immer mehr Ökosysteme zusammenbrechen und eine für uns unkontrollierbare Kettenreaktion auslösen könnten. Es ist wie beim Klimawandel: Wir sind so mächtig geworden und gleichzeitig so unvernünftig geblieben, dass wir das Überleben des Planeten bedrohen, der uns alle am Leben erhält.

Lasst uns weise sein. Jetzt entscheidet sich, wie die Menschen auf diese Gräueltaten gegenüber der Natur und unserer Zukunft reagieren. Und wir stehen dabei an vorderster Front. Jeder Erfolg von Avaaz ist den Millionen von uns zu verdanken, die sich persönlich dafür entscheiden, zu vertrauen, zu hoffen und zu handeln. Lasst uns diese Entscheidung jetzt gemeinsam treffen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Ricken und das Avaaz-Team

P.S.: In den nächsten 18 Monaten sind die Stimmen von Wissenschaftlern, Ärzten und Landwirten entscheidend. Sind Sie Onkologe(in), ein(e) Wissenschaftler(in), der/die in einem Bereich forscht, der mit der Zulassung von Glyphosat zu tun hat, oder ein(e) Landwirt(in), der/die Erfahrungen mit diesem Herbizid oder alternativen nachhaltigen Methoden hat? Dann geben Sie dem Avaaz-Team bitte hier darüber Bescheid.

Quellen:

EU-Abstimmung: Keine Mehrheit für Neuzulassung von Glyphosat (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/glyphosat-keine-mehrheit-fuer-neuzulassung-bei-eu-abstimmung-a-1096028.html

Volltreffer bei Glyphosat (Avaaz)
https://secure.avaaz.org/de/nothing_we_cant_do/

"Dramatische Verarmung in der Artenvielfalt in Ackerlandschaften" (Deutschlandfunk)
http://www.deutschlandfunk.de/umweltbundesamt-zu-glyphosat-folgen-dramatische-verarmung.697.de.html?dram:article_id=354416

Und auf Englisch:

What Do We Really Know About Roundup Weed Killer? (National Geographic)
http://news.nationalgeographic.com/2015/04/150422-glyphosate-roundup-herbicide-weeds/

Bill Nye on Glyphosate: ‘We Accidentally Decimated the Monarch Butterfly Population’ (EcoWatch)
http://ecowatch.com/2015/07/22/bill-nye-glyphosate/

The Rise of Superweeds—and What to Do About It (Union of Concerned Scientists)
http://www.ucsusa.org/sites/default/files/legacy/assets/documents/food_and_agriculture/rise-of-superweeds.pdf
 


7.6.16 Hier Auszüge aus der Einladung zur traditionellen Veranstaltung "der Lange Tag der Stadtnatur" am 18./19.6.16 - mit der Chance etwas für den Bienenschutz zu werben - vom Imkerverein Steglitz e.V. !

Liebe Imkerfreunde,

der Lange Tag der Stadtnatur ist für uns traditionell die Chance, für den Bienenschutz zu werben. Wir begeistern für die Honigbiene, in dem wir jung und alt, Männlein und Weiblein mit unserer Leidenschaft "anstecken".

Das Programm zum Langen Tag der Stadtnatur liegt in allen Kaiser's Filialen aus. Es ist auch unter www.langertagderstadtnatur.de abrufbar. Die Beiträge unseres Vereins habe ich nachstehend zusammengestellt.

In diesem Sinne bis bald
Euer

Franz Bertsch
Vorsitzender Imkerverein Steglitz e.V.




7.6.16 Landwirtschaftsminister Schmidt bedauert Glyphosat-Entscheidung: In der EU fand sich keine Mehrheit für eine weitere Zulassung des Unkrautgifts Glyphosat. Christian Schmidt bedauert, dass trotz wissenschaftlicher Expertise Politik nach Belieben gemacht würde. Die SPD war von der Unbedenklichkeit durch die bisherigen Studien nicht überzeugt. Deutschland enthielt sich bei der Abstimmung in Brüssel, weil sich Union und SPD nicht einigen konnten. Glyphosat steht im Verdacht, das Risiko von Krebserkrankungen zu erhöhen.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Politik


welt.de, n-tv.de


6.6.16 Wieder hat die EU-Kommission keine Mehrheit für eine Verlängerung von Glyphosat zustande bekommen - auch ihr Kompromissvorschlag für eine kurzfristige Neuzulassung fand nicht die nötige Zustimmung. Die Bundesregierung hatte sich enthalten. Nun soll ein Vermittlungsausschuss ran.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

Tagesschau.de, Deusche-Wirtschafts-Nachrichten.de, Spiegel Online

2.6.16 EU-Kommission will Glyphosat-Zulassung verlängern: Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Europa um zwölf bis 18 Monate vorläufig verlängern. Dieser Vorschlag soll den Vertretern der 28 EU-Mitgliedstaaten am kommenden Montag zur Abstimmung vorgelegt werden, wie der zuständige EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis am Mittwoch in Brüssel sagte. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) soll in den nächsten Monaten eine Studie abschließen, die Aufschluss über mögliche Gefahren von Glyphosat geben soll.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

tagesspiegel.de, zeit.de, faz.net

2.6.16 Regierung weiter uneins wegen Glyphosat:

Die Regierung ringt weiter um eine gemeinsame Position zur weiteren Zulassung des Unkrautvernichters. Die Willensbildung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Innenminister Thomas de Maiziere bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Während Kanzlerin Angela Merkel und Agrarminister Christian Schmidt die Nutzung weiterhin erlauben wollen, warnt die SPD vor möglichen Gesundheitsrisiken. Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels in Europa um 12 bis 18 Monate vorläufig verlängern.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Politik
n-tv.de (Regierung), tagesspiegel.de (Kommission)


27.5.15 Monsanto-Übernahme-Poker geht in neue Runde: 

Der US-Saatgutriese Monsanto hat die Bayer-Offerte von 122 Dollar je Aktie oder insgesamt 62 Milliarden Dollar als finanziell inadäquat zurückgewiesen, zugleich aber auch Gesprächsbereitschaft signalisiert. Bayer nahm den Ball umgehend auf und bekräftigte das Ziel, die Transaktion zum Abschluss zu bringen. Beobachter sehen das als klares Signal, dass Bayer bereit ist, beim Preis noch nachzulegen. Die Verhandlungen zwischen beiden Firmen, so die Erwartung, dürften schon in den nächsten Tagen mit Hochdruck weitergeführt werden. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass Monsanto eine Bewertung von mindestens 135 bis 140 Dollar je Aktie einfordern wird.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

handelsblatt.com



26.5.16  Liebe Imkerfreunde,

der Bundeslandwirtschaftsminister veranstaltet am 21. Juni 2016 in Berlin die Konferenz „Bienen in der Kulturlandschaft“. Anbei die Einladung des Ministers mit der Bitte, Euch recht zahlreich anzumelden.

       

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Viele Akteure – ein Ziel“, das ist mein Motto für den Schutz der Bienen! Denn wir alle sind auf diese Bestäuber angewiesen. Das Albert Einstein zugeschriebene Diktum bringt es auf den Punkt: „Wenn die Bienen verschwin- den, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Men- schen mehr.“

Insgesamt sind zirka 80 Prozent unserer 2.000 bis 3.000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen auf die Bienen als Bestäuber angewiesen. Und auch der Beitrag der Bienen zum Bruttosozialprodukt ist beeindruckend: Allein der wirtschaftliche Nutzen ihrer Bestäubungsleistung wird in Deutschland auf jährlich zwei bis vier Milliarden Euro geschätzt. Daneben spielen auch Bienenerzeugnisse wie Wachs, Pollen und natürlich vor allem der Honig eine wichtige Rolle.

Trotz der hohen ökologischen und ökonomischen Bedeu- tung der Bestäuber, sind insbesondere die Honigbienen aber auch andere Bestäuber existenziell bedroht. Das Zusammenwirken verschiedener Faktoren, zum Beispiel eine Vielzahl von Krankheiten, ungünstige Witterungs- bedingungen oder abnehmende blütenreiche Flächen, die Bienen als Nahrungsgrundlage dienen, führt zu hohen Bienenverlusten.

Mein Ziel ist es daher, mit meinem Haus die Bedeutung der Biene und der Verbesserung ihrer Lebensbedingun- gen in das Rampenlicht zu rücken. Wir tun dies für eine breite Öffentlichkeit mit Maßnahmen wie der erfolgrei- chen Bienen-App, die das Interesse an den Tieren weckt und es jedem Balkongärtner erleichtert, ein bienen- freundliches Umfeld zu gestalten. Mit dem „Deutschen Bienenmonitoring“ liefern wir entscheidende wissen- schaftliche Grundlagen für die Ursachenforschung hinsichtlich der beobachteten Bienenverluste. Und auch die für dieses Jahr vom Bundesministerium für Ernäh- rung und Landwirtschaft ausgerichteten Bienenkon- ferenzen in Mayen, Berlin und Nürnberg werden einen wichtigen Beitrag leisten, um konkrete Konzepte für die Verbesserung der Situation von Bienen und Bestäubern herauszuarbeiten.

Den Schulterschluss suche ich dabei auch, aber nicht
nur mit den Imkerinnen und Imkern. Gerade angesichts der zunehmenden Flächennutzungskonkurrenzen in unserer Kulturlandschaft können Städte und Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger wichtige Beiträge zum Erhalt unserer Bienen leisten.

Getreu dem Motto „Viele Akteure – ein Ziel“ lade ich Sie herzlich zur Bienenkonferenz ein und bin gespannt auf die Ergebnisse – für den Erhalt unserer Bienen.

Ihr
Christian Schmidt MdB
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

Die Anmeldung ist ausschließlich online möglich unter: www.bmel.de/bienenkonferenz

  

26.5.16 Wir Natur -und Bienenfreunde müssen weiter bangen - Von SumOfU erhielt ich eben eine Email mit folgendem Inhalt:


Wow! In weniger als 2 Tagen haben mehr als 150 000 Menschen ihre Stimme gegen Bayer's Übernahmepläne erhoben. Zahlreiche Zeitungen haben bereits über den Protest der SumOfUs-Gemeinschaft berichtet. Unterschreiben auch Sie und helfen Sie die Mega-Fusion von Bayer und Monsanto zu verhindern!

Bayer will Monsanto kaufen. Diese Übernahme wäre ein Albtraum für Verbraucher und Umwelt.

Fordern Sie Bayer auf, seine Übernahmepläne zu stoppen!

PETITION UNTERZEICHNEN
Peter-Michael,

Bayer will Monsanto übernehmen. Das heißt: Bienenkiller-Chemie, genmanipuliertes Saatgut und Unkrautvertilger, die wahrscheinlich krebserregend sind -- alles aus einer Hand, vertrieben von einem globalen Megakonzern mit quasi Monopolstellung. Ein absolutes Horrorszenario!

Bayer und Monsanto sind jeder für sich schon schlimm genug. Sie verklagen Staaten, schädigen die Umwelt und nutzen ihre Marktmacht gnadenlos aus. Wenn diese beiden an einem Strang ziehen, wird es eng.

Aber noch können wir diese Mega-Fusion verhindern. Allein die Ankündigung hat die Bayer-Aktie um 8% fallen lassen -- der schlechte Ruf von Monsanto macht auch Aktionären Angst. Mit einer großen öffentlichen Kampagne können wir jetzt dafür sorgen, dass die Kosten dieser Übernahme für Bayer untragbar werden.

Rufen Sie Bayer jetzt auf, seine Übernahmepläne für Monsanto zu stoppen!

Aktuell verhandelt die EU über eine Wiederzulassung des Herbizids Glyphosat, das von Monsanto unter dem Namen Roundup verkauft wird -- es steht unter dem Verdacht, Krebs zu verursachen. Gleichzeitig verklagt Bayer die EU-Kommission: Sie hat Bayers Neonikotinoide weitgehend verboten, weil diese Pestizide für das weltweite Bienensterben mitverantwortlich sind und damit unsere Ernährungsgrundlage bedrohen.

Wenn Monsanto und Bayer fusionieren, geht von diesem Riesenkonzern erhebliche Gefahr für Mensch und Umwelt aus. Hat sich Bayer erst einmal Monsantos Geschäft mit genmanipuliertem Saatgut unter den Nagel gerissen, wird der Konzern alles dafür tun, den europäischen Markt damit zu fluten.

Das müssen wir verhindern!

Fordern Sie Bayer auf, Monsanto nicht zu übernehmen!

Wenn wir gemeinsam handeln, können wir auch riesigen Konzernen wie Bayer und Monsanto die Stirn bieten. Unsere Erfolge sprechen für sich: erst letzte Woche ist uns ein Etappensieg gegen Monsantos Glyphosat gelungen. Schon zum zweiten Mal musste die EU-Kommission in letzter Sekunde die Abstimmung über eine Wiederzulassung von Monsantos Gift verschieben -- weil immer mehr Staaten ihre Zustimmung verweigern. Der öffentliche Druck zeigt Wirkung.

Wir konnten auch große Fortschritte beim Schutz der Bienen gegen Bayers giftige Neonikotionoide verbuchen. Auch dank des stetigen Drucks von SumOfUs-Mitgliedern hat Frankreich ein Verbot der Bienen-Killer-Pestizide beschlossen.

Wenn so eine Fusion aber erstmal zustande kommt, wird es für uns viel schwerer werden Bayer und Monsanto Einhalt zu gebieten. Wir müssen jetzt handeln, um diesen riesigen Konzern zu verhindern.

Unterzeichnen Sie jetzt gegen die Fusionierung von Monsanto und Bayer!


Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Anne, Wiebke und das Team von SumOfUs


26.5.16 Warum nicht mal Honig - anstatt Zucker !

- TALKSHOW -
Menschen bei Maischberger:

Droge Zucker: Macht die Lebensmittelindustrie uns süchtig? Grünen-Politikerin Renate Künast sorgt mit ihrer Gleichsetzung von Tabak und Zucker für Aufsehen. Die Industrie füge bei immer mehr Lebensmitteln Zucker hinzu. Künast kritisiert zudem die Blockadepolitik der Zuckerlobby gegen die WHO-Empfehlung, nicht mehr als 10 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs aus Zucker zu bestreiten. Christoph Minhoff, Sprecher der Lebensmittelindustrie, sagt, die Behauptung, Zucker könne süchtig machen, sei wissenschaftlich nicht belegt. Von staatlicher Bevormundung beim Zuckerkonsum oder einer Steuer auf zuckerhaltige Lebensmittel hält er nichts.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

daserste.de

Ich empfehle das Buch "Die Honig-Diät" zu lesen, denn hier wird sehr gut beschrieben, dass der Mensch beim Zuckerkonsum Insulin produziert und somit auch Fett. Und das ist beim Honigkonsum eben nicht der Fall, obwohl der auch Süß ist.


25.5.16 Monsanto lehnt Bayers Angebot ab:

Der US-Agrarchemiekonzern hat das Milliarden-Übernahmeangebot von Bayer abgelehnt. Der Monsanto-Verwaltungsrat habe den Vorschlag einmütig als unvollständig und finanziell unzulänglich beurteilt, doch bleibe das Unternehmen für weitere Gespräche aufgeschlossen, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung. Bayer hatte für den US-Saatgut- und Pestizidhersteller 62 Milliarden Dollar (55,2 Milliarden Euro) geboten. Insidern zufolge sieht Monsanto zwar eine Logik in dem Zusammenschluss mit den Leverkusenern, will aber einen höheren Kaufpreis herausschlagen.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

tagesspiegel.de, faz.net, handelsblatt.com, sueddeutsche.de


25.5.16 SPD-Minister bleiben bei Nein zu Glyphosat:

Die SPD-geführten Bundesminister bleiben bei ihrem Nein zu einer Zulassungsverlängerung für das Pflanzenschutzmittel. Es sei offen, ob die Chemikalie krebserregend sei, sagte Umweltministerin Barbara Hendricks am Dienstag. Die Ablehnung sei demzufolge ein klares Bekenntnis zum Vorsorgeprinzip. Es sei seltsam, dass Gesundheitsminister Hermann Gröhe in der Frage, ob Glyphosat gesundheitsgefährdend sei, so seltsam ruhig geblieben sei, sagte Hendricks. Derweil hat der US-Agrarchemiekonzern Monsanto das Milliarden-Übernahmeangebot von Bayer abgelehnt.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

handelsblatt.com, faz.net, tagesspiegel.de (Monsanto)



25.5.16 - Müssen wir fürchten oder kämpfen ? -

Von Campact erhielt ich eben eine Email mit folgendem Inhalt:

Den Monster-Konzern verhindern

Bayer will Monsanto kaufen, um noch mehr Profit mit Glyphosat, Gentechnik und patentiertem Saatgut zu machen. Doch der Deal wankt. Jetzt müssen wir Bürger/innen zeigen: Wir wollen keinen Megakonzern, der unser Essen kontrolliert. Bringen wir den Deal zum Platzen!

Unterzeichnen Sie jetzt gegen den Mega-Deal
Lieber Peter-Michael Thiemer,

wenn dieser Deal kommt, entsteht ein Megakonzern, der fast alles kontrolliert, was wir essen: Bayer will den Agrochemie-Konzern Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar kaufen. Das Kaufangebot ist eine Milliarden-Wette darauf, dass scheitert, wofür wir alle kämpfen: die Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft. Denn nur, wenn Monsanto und Bayer noch mehr Profit mit Glyphosat, Gentechnik und patentiertem Saatgut machen, lohnt sich die Fusion überhaupt.

„Wir sind seit langem von Monsanto beeindruckt“[1], begründet Bayer-Boss Werner Baumann sein Interesse am Kauf des Ackergift-Herstellers. Doch damit scheint die Manager-Riege ziemlich allein zu sein: Viele Bayer-Aktionäre sind entsetzt – und der Aktienkurs ist in den vergangenen Tagen drastisch gefallen. Rating-Agenturen und Wirtschaftszeitungen warnen vor den Schulden, die der Kauf mit sich bringen würde. Und wie jetzt bekannt wurde, will Monsanto noch mehr Geld rausschlagen.[2] Der Deal wankt.  

Das ist unsere Chance: Jetzt müssen wir dem Management zeigen, dass auch die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher keinen Megakonzern für Gentechnik, Pestizide und Patente auf Saatgut will. Bisher setzte das Management auf das vermeintlich gute Image des Konzerns, der auch für Medikamente wie Aspirin steht. Wenn wir Bürger/innen uns jetzt laut und deutlich zu Wort melden, werden die Zweifel wachsen.

Unterzeichnen bis Samstag 200.000 Bürger/innen, veröffentlichen wir unseren Appell als große Anzeige im „Handelsblatt“ – der Pflichtlektüre für Manager.

Unterzeichnen Sie hier den Appell
Seit einigen Monaten ist unter den Agrochemie-Konzernen weltweit eine Fusionswelle in Gang. DuPont hat Dow geschluckt. Chem-China kauft gerade den bisherigen Pestizid-Marktführer Syngenta. Jetzt will Bayer beim Konzern-Monopoly nachziehen.

Bereits jetzt kontrollieren lediglich fünf Konzerne etwa 95 Prozent des europäischen Marktes beim Saatgut für Gemüse. Bei Mais-Saatgut sind es 75 Prozent. Gelingt Bayer der Monsanto-Deal, würde die Kontrolle über unsere Lebensmittel weiter monopolisiert.

Doch Bayer hat die Rechnung ohne uns gemacht. Eines der größten Geschäftsfelder von Monsanto könnte bald wegbrechen – es ist der Verkauf von Glyphosat. Allein mit diesem Pestizid erzielt Monsanto einen Milliarden-Umsatz.[3] Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir dafür gesorgt, dass die Wiederzulassung des Ackergifts in der EU auf der Kippe steht. Die EU-Kommission musste am vergangenen Donnerstag die Abstimmung über die Neuzulassung von Glyphosat erneut verschieben, weil es keine qualifizierte Mehrheit gab.

Dieser Erfolg zeigt: Wenn wir Bürger/innen zusammenstehen, können wir unglaublich viel erreichen – und auch den Bayer-Monsanto-Megakonzern verhindern. Bitte machen Sie mit!

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell
Mit herzlichen Grüßen
Lara Dovifat, Campaignerin
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: Schon einmal arbeiteten Bayer und Monsanto zusammen. Von 1954 bis 1967 führten sie gemeinsam das US-amerikanische Joint Venture Mobay. Es produzierte Komponenten für das hochgiftige Entlaubungspestizid Agent Orange, eingesetzt im Vietnamkrieg. Noch heute leiden tausende Vietnames/innen unter Fehlbildungen und anderen gesundheitlichen Schäden. Jetzt müssen wir verhindern, dass die beiden Konzerne erneut zusammenkommen.[4]



24.5.16 Stürmische Zeiten

Die Finanzwelt entdeckt den Klimaschutz: Sie steckt Milliarden in erneuerbare Energien. Das ist in der Regel gut für die Umwelt - bringt aber neue Risiken

tagesspiegel.de



24.5.16 Unseren Bienen kommen die Glyphosat-Produzenten immer näher zum stechen - Bayer legt Monsanto-Angebot vor:

Der Bayer-Konzern will den US-Agrarchemiehersteller Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar übernehmen. Das Dax-Unternehmen legte am Montag nach längeren Spekulationen ein offizielles Angebot vor. Demnach bieten die Leverkusener je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar in bar, das Geschäft wäre nach aktuellem Kurs insgesamt etwa 55,2 Milliarden Euro wert. Die Offerte entspreche einem Aufschlag von 37 Prozent auf den Schlusskurs der Monsanto-Aktie vor zwei Wochen.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

tagesspiegel.de, faz.net, spiegel.de



20.5.15 EU vertagt Glyphosat-Entscheidung:

Sechs Wochen vor Ablauf der Zulassung für den Unkrautvernichter Glyphosat haben sich die EU-Staaten nicht auf eine gemeinsame Position einigen können. Bei einem Treffen von Vertretern der 28 Länder am Donnerstag in Brüssel kam nach Angaben aus EU-Kreisen nicht die nötige Mehrheit für oder gegen die Neuzulassung in Europa zustande. Zur formellen Abstimmung kam es gar nicht. Falls die EU-Staaten sich weiterhin nicht einigen können, müsste am Ende die EU-Kommission entscheiden. Die aktuelle Zulassung gilt noch bis zum 30. Juni.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

tagesspiegel.de, faz.net, tagesschau.de



20.5.16 Bayer spricht mit Monsanto über Übernahme:

Der deutsche Chemieriese Bayer will sein Agrargeschäft mit dem Kauf des amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto stärken. Vertreter von Bayer hätten sich kürzlich mit Mitgliedern der Monsanto-Geschäftsführung getroffen, um vertraulich über eine einvernehmliche Übernahme zu sprechen, teilte Bayer am Donnerstagmorgen mit. Monsanto war an der Börse zuletzt rund 42 Milliarden Dollar wert. Der Kurs schwankte in den vergangenen Tagen, nachdem es bereits vor einer Woche erste Berichte über ein Interesse von Bayer gegeben hatte. An der Börse stieß das Vorhaben zunächst auf Skepsis. Die Bayer-Aktien brachen zu Handelsbeginn um mehr als sieben Prozent auf 89,41 Euro ein.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

tagesspiegel.de, handelsblatt.com, welt.de



20.5.16 von Campact erhielt ich eben eine Mail mit folgendem Inhalt:

Betreff:     Glyphosat: DARUM ist dieser Tag spitze!
In der Verlängerung gewinnen wir

Wir haben gezittert, bis das Ergebnis kam. Doch jetzt ist klar: Das ist ein mächtiger Zwischenerfolg in Sachen Glyphosat! Die Wiederzulassung des Ackergifts ist ein zweites Mal gescheitert – dem Bürgerprotest sei dank. Bleiben Sie jetzt bitte dran – dann holen wir gemeinsam den Sieg gegen Monsanto.

Klicken Sie hier und werden Sie Campact-Förderer/in
Lieber Peter Thiemer,

was für ein fantastischer Etappensieg! Schon zum zweiten Mal verfehlte die EU-Kommission heute eine Mehrheit für die Wiederzulassung von Glyphosat. Dieser große Erfolg zeigt, was Bürgerprotest bewirken kann. Noch vor einem halben Jahr sah es so aus, als würde die EU das Monsanto-Gift ohne viel Widerstand wiederzulassen. Doch Frankreich und Italien stimmten bei einer Probeabstimmung mit Nein. Deutschland enthielt sich gemeinsam mit sechs weiteren Ländern – und wurde somit zum Zünglein an der Waage.

Vorausgegangen war eine Vollbremsung durch Umweltministerin Barbara Hendricks und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (beide SPD). Beeindruckt vom breiten Protest, hatte die SPD-Fraktion ihren Ministern klargemacht, dass sie sich gegen die Zulassung stellen müssen.[1] Agrarminister Christian Schmidt (CSU) konnte seinen Pro-Glyphosat-Kurs nicht durchsetzen.

Unser politischer Druck hat also gewirkt. Per Aktionstour hefteten wir uns Agrarminister Schmidt an die Fersen – und überreichten ihm unseren Appell mit inzwischen über 530.000 Unterschriften. Millionen Menschen sahen unser Video „Die Glyphosat-Lüge“, das wir europaweit in sechs Sprachen mit unseren Partnern verbreiteten.[2] Dass laut unserer europaweiten Umfrage 64 Prozent der Bürger/innen Glyphosat ablehnen, griffen sogar „Guardian“[3] und „LeMonde“[4] auf. Sie sehen, unsere Arbeit wird immer internationaler – das einzig Richtige bei europaweiten Entscheidungen.

Der EU-Kommission rennt jetzt die Zeit davon – denn zum 30. Juni läuft die Glyphosat-Zulassung aus! Doch noch haben wir nicht gewonnen. Nach der gescheiterten Sitzung heute wird die EU-Kommission jetzt versuchen, doch noch einen Kompromiss auszuhandeln. Um das zu verhindern, müssen wir uns jetzt mächtig ins Zeug legen – und brauchen Ihre Hilfe. Stärken Sie uns jetzt bitte den Rücken – und unterstützen Sie Campact als Förderer/in mit einem regelmäßigen Beitrag. Schon mit 5 Euro im Monat helfen Sie enorm.

Ja, ich fördere Campact regelmäßig
Jetzt wollen wir dafür sorgen, dass Deutschland bei einer nächsten Abstimmung in der EU über Glyphosat klar mit Nein stimmt. Hier unsere ersten Ideen, wie wir dranbleiben:

Im Fokus steht weiter Agrarminister Schmidt. Wenn er öffentlich auftritt, sind wir schon da. Dann konfrontieren wir ihn mit der Vielzahl wissenschaftlicher Studien, die die Krebsgefahr von Glyphosat belegen. Unsere Chance, ihn umzustimmen: Auch an der CSU-Basis sehen viele Wähler/innen Glyphosat äußerst kritisch.

Gleichzeitig wollen wir uns auf die Abgeordneten des Bundestags konzentrieren. Denn auch der Schwenk der SPD ging auf den Unmut in ihrer Bundestagsfraktion zurück. Wenn Campact-Aktive von den Abgeordneten der CDU/CSU in ihren Wahlkreisen ein Glyphosat-Verbot einfordern, könnte sich auch in der Unionsfraktion die Stimmung drehen.

Gemeinsam mit unseren Partnern in Europa wollen wir daran arbeiten, dass neben Frankreich und Italien noch mehr europäische Regierungen Nein zu Glyphosat sagen. Bei unserer europaweiten Glyphosat-Umfrage und dem Video in sechs Sprachen hat das hervorragend geklappt – ein echtes Erfolgsrezept.
Sie sehen, wir haben wieder viel vor. Unterstützen Sie uns, damit wir Glyphosat gestoppt bekommen – und die Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft einläuten. Schon mit 5 Euro im Monat bringen Sie uns nach vorne.

Hier klicken und Campact fördern
Herzliche Grüße

Gerald Neubauer, Campaigner

PS: Vor zwei Tagen hat der englische „Guardian“ Ungeheuerliches aufgedeckt: Der Vorsitzende des UN-Gremiums JMPR, das am Montag Glyphosat für unbedenklich erklärte, ist gleichzeitig Vizepräsident eines Instituts, an das Monsanto 500.000 Dollar gespendet hat.[5] Monsanto ist einfach ein mieser Gegner. Wir brauchen jede nur denkbare Unterstützung, damit Monsanto am Ende verliert.



19.5.16 Bundesregierung könnte sich bei Glyphosat-Entscheidung enthalten:

Die Bundesregierung hat auch unmittelbar vor der Entscheidung der EU über eine Zulassungsverlängerung des Herbizids Glyphosat keine gemeinsame Haltung gefunden. Sollte eine Einigung nicht gelingen, wird sich Deutschland nach seinen Worten bei der Glyphosat-Abstimmung im sogenannten Ständigen Ausschuss der EU der Stimme enthalten. Unklar war, ob mit einer Enthaltung Deutschlands die von der EU-Kommission befürwortete Zulassungsverlängerung genügend Stimmen erhält.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

faz.net, nzz.ch


18.5.16 Keine Lösung im Glyphosat-Streit in Sicht:

Im Koalitionsstreit um eine erneute Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat ist keine Annäherung in Sicht. Während Landwirtschaftsminister Christian Schmidt die SPD-Minister wegen ihrer ablehnenden Haltung attackierte, warnte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erneut vor einem möglichen Krebsrisiko. Im Ständigen Ausschuss der EU soll am Donnerstag eine Entscheidung fallen. Sollte das Kabinett sich nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen, wird sich Deutschland der Stimme im Ausschuss enthalten. Das Kanzleramt soll nun vermitteln.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

tagesspiegel.de, dw.com


17.5.16 Streit um Glyphosat entzweit die Regierung:

Nachdem sich die sozialdemokratischen Minister im Kabinett, allen voran Umweltministerin Barbara Hendricks, gegen die EU-weite Zulassung des Pestizids stellten, warnte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt Hendricks, davor, ihre Kompetenzen nicht zu überschreiten. Bleibt es bei dem Dissens der Ministerien, muss sich Deutschland bei der Abstimmung im Kreis der EU-Staaten am Donnerstag enthalten. Die Weltgesundheitsorganisation sieht derweil keinen Widerspruch in den verschiedenen Ergebnissen ihrer Untersuchungen zur Krebsgefahr durch Glyphosat.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

sueddeutsche.de



13.5.16 EILMELDUNG: Umweltministerin gegen Glyphosat, die Bienen freuen sich sehr darüber !

nach massenhaften Verbraucherprotesten gegen Glyphosat spricht die Umweltministerin Barbara Hendricks endlich ein Machtwort: Ihr Ministerium lehnt die Neuzulassung des gefährlichen Herbizides ab.

Diese Ansage hat Gewicht.

Zwar steht Agrarminister Christian Schmidt unerschütterlich zu Monsanto und dessen Ackergift, doch allein kann er sich nicht durchsetzen. Deutschland muss sich in der entscheidenden Abstimmung in Brüssel enthalten, wenn sich die Regierung nicht einig wird -- die EU-weite Wiederzulassung von Glyphosat stünde damit auf der Kippe.

Quelle: SumOfUs.org




13.5.16 - Den Bienen wird es freuen, nun sind die Gegner näher zum stechen !

Spekulationen um Übernahme von Monsanto durch Bayer oder BASF: Bayer denkt über ein Gebot für den amerikanischen Saatgutriesen Monsanto nach. Bayer habe intern wie auch mit Beratern die Möglichkeiten für einen solchen Schritt ausgelotet, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Einen Tag zuvor spekulierte die US-Webseite Streetinsider darüber, dass BASF eine Offerte vorbereite. Die beteiligten Unternehmen wollten die Meldungen nicht kommentieren. Dessen ungeachtet reagierte der Kapitalmarkt relativ heftig: Die Monsanto-Aktie stieg nach der Meldung im vorbörslichen US-Handel um 16 Prozent.

Quelle: Tagesspiegel Morgenlage Wirtschaft

handelsblatt.com , faz.net, welt.de